Interview

Zauberkünstler Thomaselli im Interview

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Zauberer Thomaselli steht Rede und Antwort

 

 

Lieber Thomas, bitte stellen Sie sich kurz vor und berichten Sie, wie Sie zur Zauberei gekommen sind.

Bei einem Zauberkurs in der Volkshochschule wurde ich vor vielen Jahren mit dem Zaubervirus infiziert, dem ich chronisch erlegen bin. Zuerst für meine Kinder beim Kindergeburtstag, dann im Bekanntenkreis begann ich mit kleineren Auftritten als Zauberkünstler. Durch die entstehende Mundpropaganda wurde es immer intensiver. Mittlerweile bin ich Vorsitzender des Magischen Zirkels Lindau und beschäftige mich in fast allen freien Minuten mit der Zauberkunst.

 

Sie sind unter dem Namen „Thomaselli“ unterwegs. Für welche Art von Veranstaltung kann man Sie buchen und in welcher Region von Deutschland sind Sie vorrangig unterwegs?

Mein überwiegendes Einsatzgebiet ist das wunderschöne Vierländereck rund um den Bodensee, sprich in Süddeutschland, Vorarlberg, der Ostschweiz und Liechtenstein. Hier werde ich für vielseitige Events gebucht, sei es ein Firmenevent, für Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Sommerfeste, aber auch für Kindergeburtstage, Kindergarten- und Schulfeste.

Sie sind Zauberkünstler – wann haben Sie mit dieser Tätigkeit begonnen?

Tja, als ich mit Zaubern begonnen habe, da war das tote Meer erst krank. Nein, Spaß beiseite, ich bin leider erst relativ spät zur Zauberei gekommen und hatte 1995 im privaten Kreis meinen ersten Auftritt. Von da an hat sich dann alles rasant weiterentwickelt, was ich damals nicht zu träumen wagte.

 

War der Start schwer – in Bezug auf Lampenfieber oder haben Sie es locker genommen?

Ich erinnere mich an meinen allerersten richtigen Auftritt, bei dem ich das „Ringspiel“ vorführte, einen Klassiker der Zauberkunst. Vor lauter Aufregung habe so ich stark gezittert, dass die Metallringe hörbar geklimpert haben. Das hat sich zwar mittlerweile deutlich gebessert, aber ein bisschen Lampenfieber habe ich bei den meisten Auftritten, und das ist auch gut so.

Was ist das Besondere an Thomaselli?

Als Zauberkünstler Thomaselli möchte ich nicht nur eine geistreiche, frech- charmante und magische Zaubershow darbieten, sondern auch ein verlässlicher und unkomplizierter Ansprechpartner für Veranstalter sein, die eine Festivität planen. Bei den Comedy- Zaubershows für Groß und Klein gibt es viel zu Staunen und zu Lachen und die Zuschauer werden unvermittelt Teil der Show.

 

Sie bieten neben der Zauberkunst auch einen Zauberworkshop an. Was genau kann man dort lernen?

Beim Zauberworkshop lernen zum einen Kinder ab acht Jahren  einfache, aber wirkungsvolle Zaubertricks mit Alltagsgegenständen, mit denen man nicht nur andere verblüffen und zum Staunen bringen kann, sondern auch seine Fähigkeiten und sein Selbstbewusstsein stärken kann.  Zum anderen können auch beispielsweise Erzieherinnen und Jugendleiter, die mit oder für Kinder zaubern wollen, einen Einstieg in die Welt der Zauberkunst wagen. Beim Zauberworkshop „Business- Magic“ geht es darum, wie man im Berufsalltag mit Zauberkunst begeistern, gewinnen und verkaufen kann.

 

Was umfasst Ihr Programm im Großen und Ganzen – kann der Kunde selbst ein Programm aus einem „Pool“ zusammenstellen?

Die Programme gehen von der klassischen Zaubershow über close- up- Tischzauberei bis hin zu Kinderzauberprogrammen und Animation. Ich bin „Sprechzauberer“ und lege großen Wert auf Wortwitz als die Basis, auf der die Zauberei dann passiert. Gelegentlich ergeben sich auch Tagesengagements, bei denen ich natürlich auf die Wünsche der Kunden eingehe.

 

Betreiben Sie die Zauberei hauptberuflich oder nur als Hobby neben einer anderen Haupttätigkeit?

Diese Frage ist schwierig zu beantworten, weil ich gar nicht mehr genau sagen kann, ob ich nun meinen eigentlichen Beruf oder die Zauberei „professioneller“ betreibe. Aber die Zauberkunst ist meine wahre Leidenschaft und ein Hobby zugleich und so soll es auch bleiben.

 

Bei welchen Veranstaltungen treten Sie persönlich am liebsten auf?

Bei übersichtlichen geschlossenen Gesellschaften, sei es eine Firmenfeier oder ein privater Anlass, kann ich den zauberhaften Funken am besten überspringen lassen.

 

Von wem würden Sie gerne einmal gebucht werden und warum?

Ich bin schon bei vielerlei Anlässen und an vielen auch teils unmöglichen Örtlichkeiten aufgetreten, was in meiner Vita aber noch fehlt ist ein Auftritt  in der Sauna oder im Swingerclub. Aber das kann ja alles noch kommen.

 

Wo kann man Sie finden, wenn Sie nicht gerade auf der Bühne stehen?

Da ich Schwimmen als Leistungssport betreibe und auch an etlichen Wettkämpfen teilnehme, findet man mich oft im Schwimmbad beim „Kachelnzählen“ oder im Bodensee. Oder ich genieße ein paar Minuten Freizeit bei einem Glas Rosé auf meiner Terrasse.

 

Was war das Verrückteste, Außergewöhnlichste,  Schlimmste oder Beste, was Sie als Zauberkünstler bis jetzt erlebt haben?

Naja, ich habe anlässlich eines Auftrittes in Vorarlberg meine jetzige Ehefrau kennen und lieben gelernt, man kann das jetzt verrückt, außergewöhnlich oder das Beste nennen. Außerdem finde ich es jedes Mal wieder einen besonderen Moment, wenn mich große Kinderaugen anstrahlen und im Brustton der Überzeugung sagen:“ Du kannst ja wirklich zaubern!“. Viele weitere skurrile Erlebnisse kann man auf meinem Tagebuch  nachlesen.

 

„Papa, wenn ich erwachsen bin möchte ich auch Zauberer werden!“ – „Beides zusammen geht nicht, mein Kind!“ – Stimmen Sie dem Papa zu?

Absolut. Ich kenne viele „durchgeknallte“ Zauberer (und ein paar wenige Zauberinnen), meist total nette und witzige Leute. Und es ist doch nicht verkehrt, wenn mein ein bisschen „Kindsein“ behalten hat.

 

Was haben Sie für die Zukunft geplant? Wo soll es mit Thomaselli zukünftig noch hingehen?

Ich habe mir vorgenommen, nicht stehen zu bleiben sondern weiter an meiner Präsentation guter Zauberkunst zu feilen. Ob ich meinen Wunsch nach einer abendfüllenden Solo- Zaubershow noch erfüllen kann, bleibt abzuwarten.

Das Interview mit Zauberer Thomaselli

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